Zukünftige Kursleiterinnen und Kursleiter für FrauenSelbstSicherheit in Limburg auf Herz und Nieren geprüft
geschrieben von Hilka VerhoevenDie Teilnehmenden der diesjährigen Kursleiterinnen- und Kursleiterausbildung FrauenSelbstSicherheit im Hessischen Ju-Jutsu Verband (HJJV) trafen sich in Limburg, um ihre Abschlussprüfung abzulegen. Dabei präsentierten sie ein breit gefächertes, fachlich fundiertes Repertoire an Inhalten aus den Bereichen Prävention, Selbstbehauptung und Selbstverteidigung und überzeugten durch hohe Professionalität, Kreativität und Engagement.
Die angehenden Kursleiterinnen und Kursleiter zeigten in ihren Lehrproben eine beeindruckende Bandbreite an Trainingssettings, z.B. Szenarientrainings, die realitätsnahe Situationen simulierten und den Transfer in den Alltag verdeutlichten, den Einsatz von Alltagsgegenständen zur Selbstverteidigung, abwechslungsreiche Übungen, die trotz des ernsten Themas Freude am Training vermittelten und die Teilnehmenden motivierten, aber auch nützliche theoretische Inhalte und Informationen über Gefahrenquellen bzw. wie man diese erkennen und vermeiden kann.
Diese Vielfalt spiegelte die Kernidee der Ausbildung wider: Prävention, Selbstbehauptung und Selbstverteidigung lebendig, zielgruppenorientiert und sicherheitsbewusst zu vermitteln.
Die Prüfungskommission, Meike Wilke (BC Bad Arolsen) und Hilka Verhoeven (JC Limburg, die auch die Ausbildung leiteten, legten ihren Fokus dabei vor allem auf eine klare und fachlich korrekte Vermittlung, Sicherheit in den Übungsformen, zielgruppenorientierter und sensibler Umgang mit dem Thema Gewalt und möglichen Gewalterfahrungen, methodischer und didaktischer Aufbau des Kurses im Ganzen und der Umsetzung des präsentierten Kursteiles im Besonderen sowie Einfühlungsvermögen, Kommunikation, Auftreten und Führung der Gruppe.
Die Ausbildung FrauenSelbstSicherheit stärkt auch den HJJV in mehrfacher Hinsicht. So erhöht sie die Qualität und Professionalität der Präventions- und Selbstverteidigungsangebote der dem HJJV angeschlossenen Vereine, sorgt für einheitliche Standards in den Kursangeboten, die sicherlich auch immer wieder einen Bezug zum Ju-Jutsu haben werden. Darüber hinaus verbessern gute und als fachlich fundiert empfundene Kursangeboten die Außendarstellung der Vereine und des Verbandes als kompetente Partner im Bereich der Gewaltprävention und dienen nicht zuletzt als Austauschplattform für Interessierte und zur Unterstützung von Vereinen, zielgruppenorientierte Angebote für Frauen und Mädchen auf- und auszubauen.
Damit leistet die Ausbildung einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung des Verbandes und zur Stärkung der Präventionsarbeit in Hessen.
Text: Hilka Verhoeven
Bilder: Meike Wilke