Mit einem Meister- und zwei Vizemeistertitel im Gepäck kehrte das Ju-Jutsu Fighting Team des Judo-Club Limburg von den Hessenmeisterschaften 2010 aus Dreieich-Sprendlingen zurück.
Neun Limburger Kämpferinnen und Kämpfer standen mit den rund 200 Ju-Jutsuka aus Hessen nicht nur um den Meisterteil in Konkurrenz, auch galt es in der Altersklasse U 15 und U 18 die Qualifikation für die Westdeutschen Meisterschaften zu erreichen.
Stephanie Koch startete in der U 18 bis 70 kg. Stephanie dominierte in ihren Kämpfen vor allem mit schnellen und konsequenten Schlag- und Tritttechniken, im Bereich der Bodentechniken deklassierte sie ihre Konkurrenz völlig. Die entscheidende Begegnung beendete sie noch vor Ablauf der regulären Kampfzeit mit drei großen Wertungen, sogenannten Ippons, durch technische Überlegenheit und holte sich damit verdient den Meistertitel.
Franziska Wernig ging in diesem Jahr erstmals in der U18 in die Konkurrenz und startete in der Gewichtsklasse bis 48 kg. Auch Franziska zeigte ihren Durchsetzungswillen mit starken Leistungen im Schlag- und Trittbereich und stellte sich taktisch gut auf die Stärken ihrer Gegnerinnen ein. Lediglich gegen die spätere Hessenmeisterin in dieser Klasse musste sich die Limburgerin geschlagen geben und belegte Platz 2.
Den Vizemeistertitel erkämpfte sich auch Hannah Lux in der U 12 bis 36 kg. Dabei spielte Lux immer wieder ihre Stärken im Wurf- und Bodenbereich aus und ließ ihre Gegnerinnen hier gar nicht zum Kampf finden. Leider agierte sie im letzten Kampf unkonzentriert und musste diesen verloren geben.
Aline Altenbrandt startete in der U 12 bis 40 kg, Elias Rosenberg in der U 12 bis 30 kg. Beide zeigten gute Leistungen und schafften mit jeweils dem 3. Platz den Sprung auf das Podest.
Jan Becker ging in der stark besetzten U 15 bis 41 kg im Doppelpool in die Konkurrenz. Nach einem hart erkämpften Sieg in der ersten Begegnung, musste Jan eine Niederlage im zweiten Kampf hinnehmen. Damit zog er in die Trostrunde ein und erkämpfte sich im Endklassement einen guten Platz im Mittelfeld.
Niklas Schellhorn trumpfte in seiner ersten Begegnung in der U 15 bis 37 kg mit einem furiosen Start auf. Mit einem frühen Ippon im Bereich der Schlag- und Tritttechniken brachte er seinen Gegner mit einem traumhaften Schulterwurf in die Bodenlage, setzte dort seine Haltetechnik 15 Sekunden lang durch und gewann nach gerade einmal 41 Sekunden den Kampf durch technische Überlegenheit. Trotz viel Durchsetzungsvermögen, Kampfeswillen und schöner Techniken musste er die beiden nächsten Begegnungen abgeben. Dennoch insgesamt eine tolle Leistung des Limburgers.
Als ein besonders harter Brocken für seine Gegner präsentierte sich Sebastian Krätz in der U 15 bis 60 kg, der seine Begegnungen gegen zwei erfahrene Kaderathleten zwar nicht für sich entscheiden konnte, aber ganz klar zeigte, dass er seit dem letzten Turnier deutliche Fortschritte im Bereich Technik und Taktik gemacht hat. Dies zeigte sich nicht nur in der Kampfführung, sondern auch an dem minimalen Punktevorsprung der Sieger.
Einen schweren Stand hatte Sophia Scherer in ihrer ersten Saison in der U 15. Sie ging in der Klasse bis 48 kg an den Start, wurde nach dem zweiten Kampf von der Trainerin aber aus der Konkurrenz genommen, da die elfjährige den körperlich überlegeneren Gegnerinnen nichts entgegen zu setzen hatte.
Mit ihren Platzierungen starten Stephanie Koch und Franziska Wernig Anfang Mai auf den Westdeutschen Meisterschaften in Gelsenkirchen.
Text und Bider: Hilka Verhoeven